Laborgespräche: Elastisch wie Kunststoff und hart wie Stahl: Die extremen Eigenschaften der "Amorphen Metalle"

13. Februar 2019, 17:00 bis 19:00 Uhr


Einer breiten Öffentlichkeit weitgehend unbekannt, gibt es eine Sorte von Materialien mit sehr besonderen Eigenschaften: Amorphe Metalle (oder: Metallische Gläser). Diese werden durch schnelles Abkühlen spezieller Legierungen direkt aus der Schmelze hergestellt. So entsteht eine ungeordnete – also amorphe – Struktur, die zu einzigartigen mechanischen Eigenschaften führt: Amorphe Metalle sind dehnbar wie Kunststoff e und fester als Stähle.

 

Diese Kombination von Eigenschaften erlaubt hohe mechanische Belastungen und die Rückkehr in die Ursprungsform auch bei großen elastischen Dehnungen. Weitere Vorteile sind eine herausragende Verschleiß- und Korrosionsbeständigkeit, eine geringe Dämpfung sowie die bereits für viele amorphe Legierungen nachgewiesene Biokompatibilität.

 

Hinzu kommt eine hervorragende Verarbeitbarkeit in Gießprozessen:
Im Gegensatz zu konventionellen Metallen können amorphe Metalle hier die Oberfläche der Gussform bis
in den Nanometerbereich abformen. Dies führt zu geringem Nachbearbeitungsaufwand, und zudem ist eine nachfolgende Wärmebehandlung überflüssig. Insgesamt wird eine sehr material- und kosteneffiziente Herstellung von Fertigteilen möglich.

 

Die Forschungsgruppe um Prof. Ralf Busch beschäftigt sich seit Jahren sehr erfolgreich mit der Erforschung dieser besonderen Materialgruppe inklusive ihrer Herstellungsverfahren.

Nutzen Sie die Gelegenheit, einen Einblick in dieses Spezialgebiet zu erhalten.

 

Programm

17:00 Uhr
Begrüßung


17:05 Uhr
Amorphe Metalle im Überblick
Prof. Ralf Busch


17:25 Uhr
Eigenschaften und Anwendungen amorpher Metalle
Alexander Kuball


17:45 Uhr
Verarbeitungstechnologien amorpher Metalle
Benedikt Bochtler


18:05 Uhr
Laborrundgang


19:00 Uhr
Get together



Ansprechpartner

Jürgen Luckas

produktionstechnik.saarland

Tel.: 0681 9520-493

Fax.: 0681 5846125

E-Mail: juergen.luckas@saaris.de 

Veranstalter
Ort

Universität des Saarlandes

Im Stadtwald
66123 Saarbrücken
Starterzentrum / Geb. A1

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