Webinar-Reihe: Finanzielle Unterstützung für innovative Unternehmen Teil 3 Zusammenfassung

Das Thema Innovationsförderung ist gerade in Umbruchzeiten für viele Unternehmen interessant. Es gibt dazu viele Programme und Möglichkeiten von Land, Bund und EU. Eine Förderberatung gibt Orientierung und führt durch den Dschungel von Anforderungen. saaris unterstützt im dritten Teil der Webinar-Reihe mit Informationen über das größte Bundesförderprogramm „Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand – ZIM“.

 

29. April 2021


 „Wie innovativ ist das Saarland?“, lautete die Einstiegsfrage von saaris-Beraterin Dr. Anita Lorenzen, die Unternehmen bei der Beantragung von F & E- Fördermittel unterstützt. Das Saarland sei ein forschungsintensives Land. Renommierte wissenschaftliche Institutionen bringen mit ihren Ergebnissen, Ideen und Ausgründungen viel Input in die saarländische Wirtschaft. Das zeige sich auch anhand von Fakten: Die Anzahl der Patente wie auch der Umsatz je Unternehmen kann den Wettbewerb mit anderen, größeren Bundesländern durchaus aufnehmen.


Unterstützung bei der Realisierung guter Ideen mit passgenauer Fördermöglichkeiten


Dr. Harald Babucke von der AiF Projekt GmbH, Projektträger des BMWi, präsentierte in seinem Vortrag „ZIM-Impulse für Innovationen“ die Vorteile einer ZIM-Förderung. Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) unterstützt kreative Unternehmen bei der Realisierung guter Ideen mit passgenauen Fördermöglichkeiten. Es ist ein bundesweites, technologie- und branchenoffenes Förderprogramm. Mit dem ZIM sollen die Innovationskraft und damit die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen nachhaltig gestärkt werden. Mit ZIM sind Unternehmen und Forschungseinrichtungen schnell am Ziel. Nach einer Beratung, beispielsweise bei saaris, können eine Ideenskizze oder direkt ein Antrag eingereicht werden. Eine Skizze wird etwa zwei bis drei Wochen geprüft, bevor dann ein Feedback seitens des Projektträgers an den Antragsteller gegeben wird. Da die Antragsprüfung zwei bis drei Monate dauert, wird empfohlen, zu Anfang eine Skizze einzureichen“ so der Referent des Online-Seminars. Seit 2008 seien bereits 85 000 Anträge von fast 18 000 Unternehmen und 2200 Forschungseinrichtungen eingereicht worden. Etwa Zweidrittel wurden bewilligt.


Vereinfachungen für KMU in Zeiten der Pandemie


2020 gab es einige Änderungen, die jetzt zum Tragen kommen. So haben sich die Konditionen für junge Unternehmen verbessert, ebenso wurde das gesamte Verfahren aufgrund der Pandemie vereinfacht. Außerdem können jetzt auch Durchführbarkeitsstudien und Leistungen zur Markteinführung gefördert werden. Vor allem KMU sollen vom ZIM-Programm profitieren. Seit 2020 ist es möglich, Unternehmen bis zu 1000 Beschäftigten zu involvieren. Voraussetzung ist, dass ein KMU mit an Bord ist. „Einzelprojekte sind für größere Betriebe nicht möglich, wohl aber Kooperationsprojekte mit einem kleinen“, präzisiert die F+E-Expertin bei saaris. Voraussetzungen für KMU sind, dass die Gründung abgeschlossen wurde, ein Risiko besteht, die Marktchancen als gut eingeschätzt werden, ein finanzieller Eigenanteil getragen werden kann und qualifiziertes Personal vorhanden ist.


Je kleiner der Betrieb, desto höher die Förderung


Besonders häufig werden Kooperationsprojekte gefördert. Dabei liegen die Fördersätze bei Unternehmen zwischen 25 und 60%. Grob kann man sagen, je kleiner der Betrieb, desto höher die Förderung. Forschungseinrichtungen erhalten bei Kooperationsprojekten bis zu 100%. Bei Innovationsnetzwerken arbeiten die Partner in einem gemeinsamen Netzwerk, das von einem Netzwerk-Manager koordiniert wird. Alle Projekte sind national oder international möglich. Während die Höhe der Unterstützung bei letzterem höher ist, ist der Bürokratieaufwand ebenfalls entsprechend höher.