Webinar-Reihe: Finanzielle Unterstützung für innovative Unternehmen Teil 1 Zusammenfassung

Zuschuss oder Zulage? Fördermittel oder Forschungszulagengesetz (FZulG)? Welche Möglichkeiten an finanzieller Unterstützung stehen innovativen Unternehmen zur Verfügung? Mit dieser Frage beschäftigte sich der erste Teil einer dreiteiligen Online-Reihe von saaris.

 

19. April 2021


Das Thema Innovationsförderung ist gerade in Corona-Zeiten für viele Unternehmen interessant. Es gibt dazu viele Programme und Möglichkeiten von Land, Bund und EU. Ein häufiges Problem antragstellender Unternehmen: Der Antrag für eine Innovationsförderung kommt zum falschen Zeitpunkt: Innovationsförderung gibt es nur für eine Idee, die entwickelt werden soll, nicht jedoch für eine Entwicklung, die bereits im Entstehen oder beendet ist.


Individuelle Abwägung: Fördermittel oder Forschungszulage


Dieses Dilemma hat der Staat erkannt und zum 01.01.2020 neben dem Forschungszuschuss auch eine steuerliche Zulage für Forschung und Entwicklung, das themenoffene Forschungszulagengesetz (FZulG) zur Stärkung der Innovationskraft von Unternehmens, unabhängig von Größe und Branche auf den Weg gebracht: „Ideen oder Entwicklungen, die nach dem 1.1.20 begonnen wurden, können abgesetzt werden“, so die Refertentin und saaris-Mitarbeiterin Dr. Anita Lorenzen. Wichtig sei aber zu beachten, dass eine Entwicklung nur entweder gefördert oder steuerlich bezuschusst werden kann. Beides gehe nicht. Vor- und Nachteile haben beide Möglichkeiten: Während die Forschungsförderung aufwändig und teilweise hohe Anforderungen hat, sind die Fördersummen höher. Bei der Steuerzulage ist die Beantragung einfacher und erfolgsversprechender, dafür sind die Summen verhältnismäßig niedriger. Voraussetzung für eine Zulage ist ein positiver Bescheid der Bescheinigungsstelle für Forschungszulagen (BSFZ). Diese prüft die Anträge in einem ersten Schritt. Nach der positiven FuE-Bescheinigung, einem Grundlagenbescheid für die Finanzverwaltung, können die Unternehmen im zweiten Schritt mit Unterstützung eines Steuerberaters oder Wirtschaftsprüfers die Forschungszulage beim zuständigen Finanzamt beantragen. Mehr dazu auf www.bescheinigung-forschungszulage.de


Projekt muss neuartig, schöpferisch, ungewiss, systematisch und übertragbar sein


Zu Beginn stellt sich für den forschenden Unternehmer die Frage nach der Definition eines innovativen F+E-Vorhabens. „Hier gelten die Frascati-Kriterien der OECD“, so die Spezialistin von saaris. „Ein Projekt aus der Grundlagenforschung, industriellen Forschung oder experimentellen Entwicklung muss neuartig, schöpferisch, ungewiss, systematisch und übertragbar bzw. reproduzierbar sein, um positiv bescheinigt zu werden.“ Keine Förderung gebe es beispielsweise für Weiterentwicklungen, Anpassungen, Marktforschung, juristische oder administrative Begleitung sowie Datensammlungen. Bzgl. der Förderquote besteht bei der Zulage der Zuschuss bei 25% der entstandenen förderbaren Kosten. Der förderfähige Gesamtbeitrag pro Jahr und Unternehmen ist bis zum 30.06.2026 auf 4 Millionen und danach auf 2 Millionen Euro begrenzt. Auszahlungen erfolgen immer zum Ende eines Wirtschaftsjahres.


saaris unterstützt bei Antragsstellung


Bei der Antragstellung stehen die fachlichen Angaben im Vordergrund. Auf etwa einem DIN A4-Blatt (4000 Zeichen) muss es dem Antragsteller gelingen, die Bescheinigungsstelle von seinem Forschungsvorhaben zu überzeugen: „Der Leser muss von der Relevanz des Projektes überzeugt werden, die Chancen und Risiken erkennen sowie die Verwertung und Markteinführung gut heißen. Um das eigene Projekt einmal zu auf Förderfähigkeit unverbindlich zu prüfen, bietet sich der Forschungszulagenrechner im Internet an. (www.forschungszulagenrechner.de) Er analysiert die maximal 4000 Zeichen und gibt Rückmeldung. Für weitere Hilfestellungen steht das saaris-Team zur Verfügung.




Ansprechpartner


Dr. Anita Lorenzen

Innovations- und Technologietransfer

Tel.: 0681 9520-451

Fax.: 0681 5846125

E-Mail: anita.lorenzen@saaris.de

 

 

 

 

 

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