Neue Softwareschnittstelle für komplexe Bauteile

28. Januar 2019


Bei der Produktion von Holzmöbeln kommen Fräsmaschinen zum Einsatz, die das Möbelstück in hoher Stückzahl schnell herstellen. Die Daten dazu liefert eine Software. Anders sieht es bei komplexen Holzteilen, etwa für Gebäude, aus. Damit Maschinen sie produzieren, müssen die entsprechenden Daten zuvor für jedes Einzelteil manuell in die Software eingespeist werden. Pro Teil dauert dies rund 20 bis 25 Minuten. Mit einer neuen Softwareschnittstelle, die Architekt Juniorprofessor Dr. Christopher Robeller von der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) entwickelt hat, ist das nicht nötig. Sie spielt die Daten automatisch in die Software ein. Ohne Unterbrechung kann sie somit die Teile fräsen.

 

Um komplexe Gebäudeteile oder auch filigrane Möbelstücke aus Holz zu fertigen, galt bislang: Der Zeitaufwand und die Kosten sind hoch. „Jedes einzelne Teil muss individuell gefertigt werden“, sagt Juniorprofessor Christopher Robeller, der an der TUK im Fachbereich Architektur die Arbeitsgruppe „Digitaler Holzbau“ (Digital Tumber Construction, DTC) leitet. „Dazu müssen die Daten in die Software der Fräsmaschine eingegeben werden. Im Durschnitt dauert dies rund 20 bis 25 Minuten.“ Gibt es viele Einzelteile, erhöht sich die Fertigungszeit.

 

Der Kaiserslauterer Architekt hat nun ein Verfahren entwickelt, mit dem dieser Prozess entfallen kann. Er setzt dabei auf eine Softwareschnittstelle. Komplexe Datensätze, die etwa genaue Angaben zur Geometrie der Bauteile beinhalten, können so beispielsweise von einer Planungssoftware direkt auf eine Maschine übertragen werden. Ähnlich wie bei einer Liste, in der alle Angaben zum Bauteil aufgeführt sind, werden die Daten einfach von einem anderen Programm auf die Fräs-Software überspielt.

 

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