MÉGUIN in Saarlouis will weiter investieren

13. Juni 2017


Hochleistungsschmierstoffe für die Automobilindustrie sind einer der Schwerpunkte des Unternehmens. Neben Industrieprodukten produziert MÉGUIN auch Schmierstoffe für den Garten, Motorräder Boote und vieles mehr.

In Saarlouis werden aktuell jährlich 85.000 Tonnen Motoren- und Hydrauliköle hergestellt – Es besteht die Möglichkeit, die Produktion auf 120.000 Tonnen zu erweitern. Die Hochleistungsprodukte Made in Germany werden bereits in über 120 Länder exportiert. Vor 170 Jahren, 1847, wurde der saarländische Schmierstoffhersteller MÉGUIN GmbH & Co. KG gegründet. Heute ist das Unternehmen 100 prozentige Tochter der LIQUI MOLY GmbH aus Ulm an der Donau. Sie wurde vor genau 60 Jahren gegründet.


Modernste Technologien und optimierte Arbeitsabläufe


In den vergangenen 170 Jahren wurde in Saarlouis kräftig investiert, zuletzt sehr intensiv. Für rund 6 Millionen Euro wurde das Fertigrezepturtanklager erweitert, 4 Millionen Euro flossen in eine moderne Tankanlage mit einem Volumen von 2,8 Millionen Litern. Außerdem kommt heute eine hochmoderne Matrixverteilung samt Molchtechnik zum Einsatz, die 500 Tonnen Spülöl pro Jahr einspart. Es sollen noch weitere 5 Millionen Euro in die Modernisierung der Tank-, Entlade und Mischtechnik investiert werden. Schlanke Produktionsprozesse und Qualitätssicherung werden damit weiter verbessert. Nach der Erweiterung der Tanklager ist die größte Neuerung die Erweiterung der Produktionskapazität im Jahr 2016 welche in diesem Jahr abgeschlossen wurde. Eine innovative Technologie sorgt für optimierte Arbeitsabläufe und ermöglicht die Abfüllung von 500 ml-Kleingebinden bis hin zu 1000 Liter Großgebinden. Mit einer neuen vollautomatisierte Endverpackungslinie bekommen die MÉGUIN Mineralölwerke ein echtes Unikat: Die maßgeschneiderte Verpackungsanlage mit Palettierung und übergeordneter Steuerung, ganz nach Kundenwunsch.


Ein Teil der Umstrukturierungen verändert auch das Produktionslayout: „Wir hatten bisher eine dezentrale Produktion und Abfüllung. Das haben wir jetzt zentral in einer Halle und den Produktionsfluss in eine Richtung gebracht“, erklärt Roman Antz, stellvertretender Leiter der Produktion bei MÉGUIN.

Herausforderung gemeistert: Hohe Qualitätsstandards bei gestiegenen Anforderungen


Weltweit gelten für alle Erzeugnisse die gleich hohen Qualitätsstandards. „Wir entwickeln und produzieren ausschließlich in Deutschland“, erklärt der stellvertretende Laborleiter Oliver Kuhn. Die Anforderungen an die Öle sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen: „Gefragt sind immer dünnflüssigere Produkte. Diese erzeugen im Motor weniger Widerstand und senken damit den Kraftstoffverbrauch. Gleichzeitig müssen immer kleinere Ölmengen immer schneller zirkulieren. Sie haben damit weniger Zeit abzukühlen und unterliegen so einer höheren thermischen Belastung“, weiß Schmierstoffexperte Kuhn. Entsprechend mehr muss auch das hauseigene Labor von MÉGUIN leisten – bei Forschung und Entwicklung ebenso wie im Bereich der Qualitätssicherung. Dazu wurde die Zahl der Mitarbeiter in den vergangenen vier Jahren auf 20 verdoppelt und bei der Technik mit einem Investitionsvolumen von 2,7 Millionen Euro ordentlich aufgerüstet. Für Kuhn liegen die Vorteile auf der Hand: „Damit sind wir in der Lage, unser gesamtes Spektrum selbst abzudecken und müssen keine Analysen mehr fremd vergeben. Bei täglich über 100 Ölproben mit jeweils 15 Einzelanalysen allein für die Produktionskontrolle kommt da einiges zusammen.



im Bild rechts:
v.l.n.r Johannes Kieren (Vertrieb), Roman Antz (Produktion)