Innovationsbündnis „GRIHSU!“: Unterstützung bei digitalen und grünen Geschäftsmodellen in Produktion und Logistik

Klimawandel und knapp werdende Ressourcen fordern neue Lösungen, Pro-dukte und Dienstleistungen oder die Anpassung traditioneller Geschäftsmodel-le. Wie können Geschäftsmodelle in Produktion und Logistik erfolgreich von Digitalisierung und grüner Transformation profitieren? Darum ging es in einer Online-Veranstaltung, mitgestaltet von saaris und organisiert vom neu gegrün-deten Innovationsbündnis „GRIHSU! Green-Innovation-Hub Südwest“.

 

26. Februar 2021


Die Unternehmen und Institutionen des Bündnisses GRIHSU! stellen sich gemein-sam und frühzeitig den großen Herausforderungen des von der EU geplanten „Green Deals 2050“ und des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung. KMU aus Produktion und Logistik sind eigeladen, mitzumachen. In ihrer ersten On-line-Veranstaltung erhielten die teilnehmenden Betriebe Instrumente an die Hand, um ihre innovativen Vorhaben erfolgreich umsetzen zu können. Erfahrene Unter-nehmen gaben tiefe Einblicke in die Praxis. Ein weiteres Plus, es gibt für KMU hohe Förderungen von Land, Bund und EU. Matthias Brucke, Gründer und Inhaber der Embeteco GmbH & CO. KG gab einen theoretischen Einblick in die Entwicklung von Innovationen bei KMU. „Wer sich anpasst, gewinnt“, so seine These. Der Schlüssel zum Erfolg seien Partnerschaften. „Nicht mehr wie früher jeder für sich entlang der Lieferkette, sondern miteinander“. Das bedeute Interagieren, Netzwer-ken und Kommunikation im gegenseitigen regionalen Austausch. Im betrieblichen Alltag heißt das über eine Idee reden und mit anderen neue Möglichkeiten voran-treiben, immer mit dem Blick nach außen, welche Themen derzeit „gehypt“ werden. Eine Förderung sei dann schon fast garantiert, so Brucke.


Gemeinsame Ideengenerierung und Umsetzung


Mitten in solchen Innovationsprozessen für grüne und digitale Prozesse ist die Premosys GmbH, Entwickler und Produzent optoelektronischer Systeme zur indust-riellen Farberkennung und Farbmessung. Matthias Kuhl (Geschäftsführer) und Marcel Hommes (Sales & Marketing) gaben Einblicke in ihre Ideengenerierung und Umsetzung. „Informationsgewinnung erhalten wir durch die Medien, Kunden, Ana-lysen, unseren Vertrieb, andere Marktteilnehmer, unser Netzwerk und viel Kommu-nikation. Wichtig die Bereitschaft, Wissen auch zu teilen“. Umgesetzt werden neue Ideen durch Projektplattformen, die Transparenz bieten, interdisziplinäre Projekt-gruppen, jahresbasierte Produktionsplanung, Schulungen der Mitarbeiter, neuen Wegen mit regionalen Partnern und Lieferanten. Basis sei das sogenannte Stage-Gate-Modell, ein Prozessmodell für die Innovations- und Produktentwicklung. Zwei Jahre müsse man mit der Umsetzung rechnen.


Hohe Fördermöglichkeiten für KMU


Neue digitale und grüne Geschäftsmodelle sichern Beschäftigung und Wachstum, besonders in strukturschwachen Regionen und sie steigern die Lebensqualität ins-gesamt. Mit Unterstützung des Innovationsbündnisses „GRIHSU!“ sollen Unter-nehmen des verarbeitenden Gewerbes in strukturschwachen Gebieten im Saarland und Rheinland-Pfalz neue Geschäftspotenziale der „grünen Transformation“ er-schließen und profitabel bleiben. Dafür stehen Fördermittel für Zuschüsse bis zu 50 % zzgl. Gemeinkostenförderung zur Verfügung. Angesprochen sind in der Haupt-sache KMU. Großunternehmen können gemeinsam mit kleinen Unternehmen als Partnern ebenfalls Projekte initiieren und durchführen. Weitere Informationen unter www.grihsu.de