Förderung von KMUs zum Aufbau von Industrie 4.0 Testumgebungen

28. September 2016


Der Mittelstand soll motiviert werden, innovative Projekte – insbesondere im Umfeld Industrie 4.0 - dort die ersten Schritte im Aufbau von Testumgebungen im eigenen Unternehmen voranzutreiben. Das Förderprogramm läuft bis 2018, der erste Stichtag (alle drei Monate folgen weitere) zur Einreichung einer Projektskizze ist der 15. Oktober 2016.

Gefördert werden Einzelvorhaben von kleinen und mittleren Unternehmen im Themenfeld Industrie 4.0 und Internet der Dinge. Die Erprobung von neuen digitalen Produkten, die Anpassung an digitalisierte Prozesse sowie die Entwicklung vernetzter Geschäftsmodelle soll gefördert werden. Basis der geförderten Pilotanwendungen ist ein Zusammenwirken von KMU, die realitätsnahe, komplexe und vernetzte Testumgebungen für ihre neuen Industrie 4.0-Komponenten suchen und vorhandenen Demonstrationsanlagen, sogenannter „I4.0 Testumgebungen“, die diese Umgebung bieten können. Die KMU werden mit der Förderung in die Lage versetzt, eigene Lösungen in für sie geeigneten, praxisnahen I4.0 Testumgebungen zu erproben. Damit wird die Einführung und Umsetzung von Industrie 4.0 in die betriebliche Praxis wesentlich erleichtert.

Damit mögliche Innovationsbarrieren vermieden werden und um besonders KMU anzusprechen, die noch keine Erfahrung mit öffentlichen Fördermöglichkeiten haben, wird die gesamte Fördermaßnahme begleitet. Diese Begleitung umfasst für Förderinteressenten z. B. eine Erstinformation, eine Unterstützung bei der Auswahl einer geeigneten I4.0 Testumgebung oder der Antragstellung. Während der Fördermaßnahme wird die Durchführung der Pilotanwendung begleitet, der Projektabschluss unterstützt sowie eine Auswertung mit expliziten Handlungsempfehlungen angeboten. Nach Abschluss des Projekts besteht darüber hinaus die Möglichkeit für einen Erfahrungsaustausch zwischen KMU und Testumgebungs-Betreibern.

Es wird ein breites Themenspektrum adressiert. Förderung kann für Pilotanwendungen beantragt werden, die den Einsatz von Industrie 4.0 in den KMU voranbringen. Dazu gehören die Entwicklung, Erprobung oder Anpassung neuer digitaler Produkte, innovative Systemansätze und damit zusammenhängender vernetzter Geschäftsmodelle. Durch die Fördermaßnahme soll insbesondere eine schnelle und zielgerichtete Entwicklung innovativer cyber-physischer Systeme (CPS) unterstützt werden. Die Vernetzung und Interoperabilität in heterogenen CPS-Umgebungen soll beschleunigt werden.
Projektskizzen können über das Online-Skizzentool für die Fördermaßnahme "I4.0 Testumgebungen – Mobilisierung von KMU für Industrie 4.0 auf dem Internetportal www.softwaresysteme.pt-dlr.de/de/i40-testumgebungen-fuer-kmu.php hochgeladen werden:

Termine zur Einreichung der Projektskizzen:

15. Oktober 2016
15. Januar 2017
15. April 2017
15. Juli 2017
15. Oktober  2017
15. Januar  2018

Die eingegangenen Projektskizzen stehen im Wettbewerb untereinander und werden insbesondere nach folgenden Kriterien bewertet:

  • Innovationshöhe des Industrie 4.0 Anwendungsfalls.
  • Wissenschaftlich-technische Qualität des Lösungsansatzes.
  • Wirtschaftliches Potenzial.
  • Qualifikation des Interessenten / Eigene Vorarbeiten.
  • Qualität und Umsetzbarkeit des Verwertungsplans, Kommerzialisierungsperspektive, Marktpotenzial.
  • Beitrag des Projekts zur zukünftigen Positionierung des Unternehmens am Markt.
  • Abschätzung der Bedeutung der Ergebnisse für die gesellschaftliche, wirtschaftliche und technologische Stellung Deutschlands im Themengebiet Industrie 4.0.


Weitere Detail-Informationen (zur Förderrichtlinie) unter
www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-1181.html



Ansprechpartner

Jürgen Luckas

produktionstechnik.saarland

Tel.: 0681 9520-493

Fax.: 0681 5846125

E-Mail: juergen.luckas@saaris.de