Festo Geschäftsentwicklung 2019/2020: Guter Startpunkt für ein schwieriges Jahr

8. Juli 2020


Die Festo Gruppe hat im Geschäftsjahr 2019 ihre Markt- und Technologie-Position im Abschwung ausgebaut und die Zahl der Mitarbeiter mit rund 21 000 nahezu auf Vorjahresniveau halten können. Der Umsatz lag mit 3,07 Mrd. Euro (- 3,7 %) knapp unter Vorjahr. Als Zulieferer für systemrelevante Branchen, wie Nahrungsmittel, Verpackung, Medizintechnik und Laborautomation ist Festo im ersten Quartal 2020 vergleichsweise gut gestartet und beliefert seine Kunden weiterhin stabil im globalen Maßstab. Neben krisensichernden Maßnahmen bestimmen die Themen Digitalisierung, Machine Learning und KI die weitere Ausrichtung. Der Global Player in der Automatisierung und technischen Bildung setzt auf smarte Produkte und Services für die Bewältigung der großen Herausforderungen im Maschinen- und Anlagenbau, wie Industrie 4.0, Energieeffizienz und klimaneutrale Produktion, lebenslange Qualifizierung von Fachkräften und individualisierte Fertigung.


Systemrelevanz in der Krise

Festo ist in der Krise systemrelevant und beliefert verstärkt Kunden in den Bereichen Lebensmittel, Verpackung, Pharma- und Medizintechnik stabil im globalen Maßstab. „Unsere breite Branchenaufstellung hilft uns, wenn einige Segmente, wie Automotive, rückläufig sind“, sagte Dr. Oliver Jung. Einen Rekordzuwachs verzeichnete die Business Unit LifeTech. Mit Komponenten der Automatisierungstechnik beliefert Festo mit oberster Priorität Ausrüster von Medizintechnik- und Laborautomation. Aktuell sind das insbesondere Komponenten, die in Beatmungsgeräten und der In-Vitro-Diagnostik zum Einsatz kommen.

 

Krise treibt digitale Transformation

Die Digitalisierung und Industrie 4.0 erfahren in der Krise einen enormen Schub. Festo unterstützt seine Kunden heute schon umfassend virtuell und bildet die komplette Digital Customer Journey mit einem breiten Online-Angebot ab. Hinzu kommen digitale Lernangebote der Festo Didactic. Die digitale Transformation steht auch im Fokus der neuen Unternehmensstrategie. Herzstück ist dabei für den Innovationsführer Festo die Digitalisierungsstrategie mit den vier Stoßrichtungen „Smart Products“, „Digital Business“, „Digital Enterprise“ und „Digital Education“. „Das Digital Business werden wir weiter stark ausbauen. Künstliche Intelligenz, Software und smarte Produkt- und Servicewelten werden unsere Innovationskraft beflügeln“, erklärte Dr. Oliver Jung.

 

Wandel nachhaltig gestalten

Zur weiteren strategischen Ausrichtung gehört auch eine Klimastrategie, die bis 2025 eine Senkung der produktionsbedingten CO2-Emissionen (Scope 1 und 2 ) um 30 % vorsieht. Mit energieeffizienten und smarten Produkten sowie Beratung (Scope 3) begleitet Festo seine Kunden darüber hinaus auf dem Weg zur klimaneutralen Produktion.