Digitalisierung: Modernisierung vorhandener Produktionsanlagen

4. Juli 2018


In vielen produzierenden Unternehmen ist ein großer angewachsener Maschinenpark vorzufinden. Die Maschinen sind, je nach Anschaffungsdatum, unterschiedlich ausgestattet mit „moderner Technologie“ im Sinne von Datenerfassung und Datenaustausch. Im Vordergrund bei der Anschaffung stand meist die optimale Durchführung des entsprechenden Produktionsschrittes. Die Maschinen verrichten Ihre Arbeit gut und werden über viele Jahre genutzt. Vielfach sind aber gerade solche „in die Jahre gekommenen“ Anlagen nicht in der Lage auf direktem Wege in eine digitale Prozesswelt integriert zu werden. Daher stellt sich die Frage, ob man diese Anlagen ersetzt und austauscht durch neue Maschinen mit mehr Möglichkeiten oder ob man das vorhandene Equipment durch neue Technologien erweitert.

 

Den Anschluss nicht verpassen

Transparenz in der Produktion ist wichtigste Voraussetzung für Produktivitätssteigerungen. Da man nicht verbessern kann, was nicht gemessen wird, führt in der Industrie 4.0 kein Weg an der Prozess- und Maschinendatenerfassung vorbei. Die bloße Datenerfassung macht komplexe Produktion aber noch nicht transparent. Lösungen zur Visualisierung, Auswertung und Dokumentation von Maschinen- und Prozessdaten sind gefragt und müssen ausgesucht und zielgerichtet eingesetzt (auch eingeführt) werden.

 

Durch eine Erweiterung vorhandener Maschinen mit innovativen Technologien können folgende Nutzen für die Unternehmen generiert werden:

 

Neue Funktionen ermöglichen

Im Zuge der Digitalisierung in den Produktionsprozessen und einer Weiterentwicklung hin zur Industrie 4.0 ist es notwendig, Daten im Inneren und im Umfeld von Maschinen durch Sensoren in höchster Präzision aufzunehmen und zu synchronisieren. Diese Informationen können dann in Echtzeit in ein Netzwerk eingespeist werden, um dadurch eine sofortige, eigenständige Steuerung des Systems zu gewährleisten und darüber hinaus eine Integration in nachgelagerte Managementsysteme zu ermöglichen.

 

Dem kostspieligen Austausch von funktionsfähigen Produktionssystemen entgehen

Zwar könnten Werkzeugmaschinen mit hochpräzisen und langlebigen mechanischen Baugruppen bei regelmäßiger Wartung über Jahre produktiv eingesetzt werden. Die neuen Anforderungen an Sensorintegration, Steuerungstechnik und Vernetzung führen aber dazu, dass viele Unternehmen Anlagen, die noch einwandfrei funktionieren, vor Ende ihrer Lebensdauer gegen neuere, netzwerkfähige austauschen – was aber nicht zwingend notwendig ist.

 

Überwachung der Produktion und Verbesserung der Instandhaltung

Der Einsatz von nachträglich integrierter netzwerkfähiger Automatisierungstechnologie eignet sich für Überwachung der Anlaufphase einer neuen Serienproduktion oder von Prozessen zur Herstellung neuer Bauteile wie auch zur vorausschauenden Instandhaltung, der sogenannten Predictive Maintenance, von Baugruppen.

 

Das Netzwerk produktionstechnik.saarland unterstützt vor allem kleine und mittlere Unternehmen bei der Entscheidungsfindung hinsichtlich dieser Fragestellung und vermittelt regionale Kompetenzträger und Lösungsanbieter im Technologieumfeld: Maschinenerweiterung durch Mess- und Sensortechnik kombiniert mit einer Vernetzung der Daten in nachgelagerte Prozesse.

 

Ansprechpartner:

Jürgen Luckas

produktionstechnik.saarland

Tel. 0681/9520-493