Saarländische Industrie im Aufwind

16. November 2017


Zweitstellige Zuwächse bei Auftragseingängen

Die saarländischen Industriebetriebe haben in den ersten neun Monaten 2017 deutliche Zunahmen bei den Auftragseingängen verbucht. Wie das Statistische Amt des Saarlandes mitteilt, erhöhten sich die wertmäßigen Bestellungen gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 12,5 Prozent. Die Nachfrage aus dem Ausland zog dabei um 22,3 Prozent an, während die inländischen Aufträge auf ein Plus von 2,7 Prozent kamen.

 

Von einer guten Auftragslage berichteten die Betriebe der Stahlindustrie („Metallerzeugung  und -bearbeitung“). Die Bestellungen lagen um 16,5 Prozent über dem Vorjahreswert, wobei die Nachfrage aus dem Ausland um 30,2 Prozent und aus dem Inland um 5,9 Prozent zunahm. In der Automobilindustrie („Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen“) verlief die Entwicklung ebenfalls sehr zufriedenstellend. Die Auftragsbücher verbuchten ein Plus von 14,7 Prozent. Dabei erhöhte sich die Auslandsnachfrage um ein Viertel, die inländische blieb mit plus 1,6 Prozent deutlich darunter.

 

Zuwächse um 10,0 Prozent meldeten die Hersteller von Metallerzeugnissen. Im Maschinenbau betrug das Auftragsplus 6,0 Prozent. Hier blieben die heimischen Bestellungen allerdings um 4,0 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Die Hersteller von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen verfehlten trotz einer inländischen Nachfragesteigerung von 12,2 Prozent die Vergleichswerte um 9,6 Prozent.

 

Wie das Statistische Amt weiter mitteilt, stiegen die Umsätze im Verarbeitenden Gewerbe im gleichen Zeitraum um 5,3 Prozent auf 20,9 Mrd. Euro. Eine deutliche Umsatzerhöhung um 20,5 Prozent auf 4,7 Mrd. Euro verbuchten die Maschinenbauer. Die Betriebe der Metallerzeugung und -bearbeitung erwirtschafteten mit 3,3 Mrd. Euro ein Plus von 12,4 Prozent. In der Gummi- und Kunststoffwarenindustrie verbesserte sich das Umsatzergebnis um 6,3 Prozent auf 737 Mio. Euro. Bei den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen zogen die Erlöse um 9,3 Prozent auf 270 Mio. Euro an.

 

In der Automobilindustrie war in der ersten Jahreshälfte das Branchenergebnis durch die Umrüstphase eines Fahrzeugherstellers maßgeblich beeinträchtigt. Die Umsätze blieben daher auch nach neun Monaten mit 7,2 Mrd. Euro noch um 4,8 Prozent unter den Vergleichswerten. Während das Auslandsgeschäft um 0,7 Prozent auf 4,3 Mrd. Euro zurückging, brachen die Inlandsgeschäfte – auch wegen der Unsicherheit im Zuge der Abgasdiskussion – um 10,1 Prozent auf 3,0 Mrd. Euro ein. 

 

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